Erlebnis-Radtour: Großes Lautertal

Radtour durchs Lautertal Schwäbische AlbRadtour durchs Lautertal Schwäbische AlbRadtour durchs Lautertal Schwäbische AlbRadtour durchs Lautertal Schwäbische Alb

Tourbeschreibung

 

Höhepunkte:
  • Herrliche Flusslandschaften erleben
  • Romantische Dörfer und bäuerliches Leben kennen lernen
  • Burgruinen und Felsen
  • Gestüt Marbach
  • Barocke Klosteranlage Obermarchtal
Kurzbeschreibung:

Erlebnis-Radtour durch das große Lautertal
Wir begleiten das Flüsschen Lauter von der Quelle bei Offenhausen über rund 42 Kilometer bis zu dessen Mündung in die Donau nahe Lauterach. Wildromantisch schlängelt sich die Lauter durch herrliche Wiesentäler, gesäumt von zahlreichen Felsen und Burgen. Immer wieder kommen wir durch verträumt wirkende kleine Orte, in denen das bäuerliche Leben in dieser einmalig schönen Kulturlandschaft des Biosphärengebiets Schwäbische Alb noch lebendig ist. Abseits der Straße führt uns der Weg auf meist befestigten Wirtschaftswegen fast immer leicht bergab unserem Ziel, dem ehemaligen Kloster Obermarchtal, entgegen.
Unterwegs erfahren und erleben wir Vieles über die Entstehungsgeschichte dieser schönen Landschaft, das oft karge, bäuerlich geprägte Leben auf der Schwäbischen Alb, sowie über den Alltag, die Bräuche und Eigenarten seiner Bewohner.

 

Ein paar Daten im Überblick:

Startpunkt:
Lauterquelle (Klosterhof) bei Gomadingen-Offenhausen oder Anreise ab Metzingen (auf Anfrage)

Dauer:
ca. 8 Stunden gesamt, davon reine Fahrtzeit mit dem Fahrrad ca. 4 Sunden

Strecke:
ca. 45 km

Höhenunterschied:
ca. 158 Meter flussabwärts mit mehreren kleineren Gegenanstiegen

 

 

Tourverlauf:

 

An der Quelle

Startpunkt unserer Radtour ist Gomadingen-Offenhausen. Im alten Klostergarten eines ehemaligen Dominikanerinnen-Klosters, das heute zum Gestüt Marbach gehört, liegt der kleine Quellsee der Lauter. 200 Liter Wasser pro Sekunde sprudeln hier aus mehreren kleinen Höhlen unter der alten Klostermauer hervor.
Schon nach wenigen Metern ist das erste Hindernis erreicht und das Wasser fließt über einen drei Meter hohen Absatz durch ein altes Turbinenhäuschen, das, inzwischen wieder hergerichtet, heute Strom für rund 100 Haushalte in der Umgebung produziert. Zu karg war das Leben auf der Schwäbischen Alb, um nicht jede erdenkliche Form der Energiegewinnung zu nutzen. Die Schwaben waren auch hier sehr erfinderisch und so wird uns das Thema Wassernutzung auf unserer ganzen Tour begleiten.

 

Haupt-und Landgestüt Marbach

Nach wenigen Kilometern kommen wir bereits zum Haupt-und Landgestüt Marbach, unserem ersten Höhepunkt der Tour. Bereits 1514 gegründet, ist es heute das älteste staatliche Gestüt Deutschlands und Geburtsort vieler erfolgreicher Pferde. Über 500 Pferde werden hier hauptsächlich zu Zuchtzwecken gehalten. Bei einem kleinen Rundgang sehen wir die historischen Stallungen und wir können im Frühjahr und Sommer auch die Stuten mit ihren Fohlen auf den Weiden bewundern.

 

Wasserstetten

In mehreren Schleifen schlängelt sich der Radweg nun meist direkt an der Lauter entlang nach Wasserstetten. Aus dem anfänglichen Rinnsal ist inzwischen ein stattlicher Bach geworden. Auch hier haben sich die Menschen das Wasser der Lauter zu Nutzen gemacht. Bis ins Jahr 1945 hat man hier jedes Frühjahr bis zu 20.000 Schafe aus dem weiten Umland zusammengetrieben um vor der Schafschur oder dem Weiterverkauf der Tiere diese ordentlich zu waschen um einen guten Verkaufspreis zu erzielen. So ist Schafhaltung bis heute ein fester Bestandteil der bäuerlichen Kultur auf der Schwäbischen Alb und dient nicht zuletzt auch der Landschaftspflege.

 

Buttenhausen

Das kleine Dorf Buttenhausen ist eng mit der jüdischen Geschichte im südlichen Baden-Württemberg verbunden. Im 18.Jahrhundert durften sich hier 25 jüdische Familien ansiedeln. Hundert Jahre später bildete die jüdische Gemeinde schon die Mehrheit der Einwohner. Da die Juden hauptsächlich als Händler tätig waren, hat dies auch einen gewissen Wohlstand und zahlreiche Neuerungen in das Dorf gebracht. In der Zeit des Nationalsozialismus sind viele Juden geflüchtet und haben ihre Heimat Buttenhausen verlassen. Die, die geblieben sind wurden deportiert und umgebracht. Nur eine jüdische Bürgerin aus Buttenhausen hat überlebt.

Neben der jüdischen Geschichte bietet Buttenhausen auch eine Getreidemühle, die die Ernte der umliegenden Bauern verarbeitet. Bis heute gewinnt der Familienbetrieb den benötigten Strom für ihre Getreidemühle aus eigener Wasserkraft der Lauter. Wenn wir möchten, können wir im Mühlenladen einen kurzen Stopp einlegen.

 

Burgruinen und Adelsgeschlechter

Nachdem wir Buttenhausen verlassen haben radeln wir Hundersingen mit seiner markanten Burgruine Hohenhundersingen entgegen. Von nun an säumen zahlreiche Burgen das Lautertal und zeugen von Macht und Wohlstand zahlreicher Adelsgeschlechter, die im Mittelalter hier herrschten. Wohl in kaum einer anderen Region Deutschland gibt es eine solche Anhäufung von Burgen auf so engstem Raum.

 

Bäuerliches Leben

Unterwegs erfahren wir viel Wissenswertes über den Alltag auf der Schwäbischen Alb. Wieso es bis heute in fast jedem schwäbischen Dorf noch ein öffentliches Backhaus gibt, warum viele Bewohner ihre Grundnahrungsmittel noch heute selbst anbauen und Vieles mehr. Und wenn wir Glück haben, dürfen wir unterwegs den Landfrauen im Dorf-eigenen Backhaus sogar über die Schulter schauen. Die karge Landschaft und die steinigen Böden verlangen den Erzeugern jedoch Einiges ab und so freut man sich hier ganz besonders wenn man eine reiche Ernte heimbringen kann.

 

Schwäbisches Vesper

Inzwischen haben wir rund die Hälfte unserer Tour geschafft und es wird Zeit für eine gemütliche Mittagspause in einer der Schwäbischen Gaststätten entlang der Strecke. Genießen Sie die schwäbische Gastlichkeit mit den Köstlichkeiten der Region.

 

Romantischer Talschluss

Für Viele beginnt in Anhausen nun der schönste Teil des Lautertals. Hier radeln wir zuerst wenige 100 Meter auf der kaum befahrenen Strasse entlang bevor wir der Lauter weiter folgen. Ab hier verlässt die Strasse das Tal und wir können für die nächsten sechs Kilometer das romantische Tal mit den saftigen Talauen, dem sich dahin windenden Flüsschen und den steil aufragenden Felsen in vollen Zügen genießen. Immer enger wird das Tal und wir fragen uns, warum die Lauter inzwischen eher kleiner statt größer wird? Und uns begegnet wie zu Beginn unserer Tour wieder das Thema Wasser. Wir sehen den Mühlkanal, der als Aquaduckt noch heute die nahe gelegene Laufenmühle versorgt. Ein kurzer Anstieg und eine anschließende steile Abfahrt fordern kurz unsere Aufmerksamkeit bevor wir über ein kleines Sträßchen Lauterach erreichen.

 

Alblinsen

Lauterach ist das Mekka des schwäbischen Linsenanbaus. Obwohl seit langer Zeit auf der Alb angebaut, sind zwei heimische Linsensorten Mitte des letzten Jahrhunderts völlig verschwunden. Durch Zufall wurden 2006 in einer Saatgutbank in St.Petersburg genau diese beiden Sorten wiederentdeckt. Wenige 100 Samen haben ausgereicht, um seit 2012 diese historischen Linsen auch wieder zum Verkauf anbieten zu können. Seither steht dem schwäbischen Nationalgericht „Leisa mit Spätzle“ nichts mehr im Wege. Bestimmt finden wir unterwegs ein Feld, auf dem wir den aufwändigen Linsenanbau bestaunen können.

 

Mündung in die Donau

Auf den letzten zwei Kilometern ändert sich die Landschaft, eine ungewohnte Weite tut sich auf, denn wir nähern uns dem Donautal. Auf einem breiten Schotterweg verlassen wir den Wald und stehen unvermittelt auf dem Donautal-Radweg, der gleichzeitig das Ende des Lautertal-Radwegs markiert. Wir folgen wenige Meter dem Donautal-Radweg flussaufwärts, wo die Mündung der Lauter aber mehr zu erahnen als zu sehen ist. Dichtes Gestrüpp der Donauauen versperrt uns etwas die Sicht.

 

Kloster Obermarchtal

Nach einem kurzen Stück auf dem Donautal-Radweg kommt links schon die erhabene Klosterkirche des ehemaligen Klosters Obermarchtal in Sicht. Wir verlassen den Radweg und durchqueren das Wiesental der Donau bevor es kurz aber steil zum Kloster hinaufgeht. Bereits im 8.Jahrhundert von Benediktinern gegründet, wurde das Kloster in seiner heutigen Form erst 1770 fertig gestellt. Nach der Säkularisation war die weitläufige Klosteranlage Fürstensitz des Hauses Thurn und Taxis bis sie 1973 schließlich in den Besitz der Diözese Rottenburg-Stuttgart überging und heute als Tagungsstätte genutzt wird. Nicht zuletzt Dank der eindrucksvollen barocken Klosterkirche zählt das Anwesen zu den schönsten seiner Art in Süddeutschland. Wir nehmen uns ein wenig Zeit und schauen uns die Klosterkirche und den Spiegelsaal an. Hier endet unsere erlebnisreiche Tour durch das Große Lautertal. Rücktransport zum Ausgangspunkt nach Offenhausen.

 

Enthaltene Leistungen:
  • Geführte Erlebnis-Radtour ab/bis Offenhausen
  • Rückfahrt (incl. Radtransport) vom Endpunkt der Tour in Obermarchtal zurück nach Offenhausen
  • Insolvenzversicherung
Nicht enthaltene Leistungen:
  • An-und Abreise zur Lauterquelle in Gomadingen-Offenhausen ist mit dem eigenen PKW oder mit einem Transfer vom Bahnhof in Metzingen aus möglich. Auf Anfrage kann der Transfer kostenpflichtig organisiert werden.
  • Verpflegung (Vesper/Mittagessen)
Zusatzleistungen:
  • Leihfahrräder können bei Bedarf direkt dazu gebucht werden, siehe Tickets
Programmhinweise:
  • Für diese Erlebnis- und Genuss-Radtour genügt eine normale körperliche Verfassung
  • Programmänderungen aufgrund von Wetter oder einzelnen Schließzeiten bleiben vorbehalten
  • Wir empfehlen eine Wetter- und Radgerechte Funktionsbekleidung
  • Diese Tour ist auch für Kinder ab 10 Jahren geeignet.
Teilnehmer/innen:
  • Mindestanzahl von Personen:    4
  • Maximalanzahl von Personen:  15

 

Zusammenfassung

Datum 31/05/2019 - 7:30 - 15:30

Veranstaltungsort Klosterhof Offenhausen

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